Haben und sein

Ein großer Stressfaktor in unserer westlichen Welt ist das Thema Geld. Berechtigt, wenn der Lohn für harte Arbeit oft in einer teuren Stadt wie z.B Bonn, wo ich lebe, kaum zum Leben reicht. Denn Wohnen und Essen sind teure Grundbedarfsgüter. Dabei sollte doch jeder Mensch auch die Möglichkeit haben, am wohlverdienten Feierabend mal ein Bier im Biergarten zu trinken und einen leckeren Salatteller zu essen. Aber das ist nicht für jeden drin. Unseren Kindern gegenüber fällt es natürlich besonders schwer, oft „nein“ sagen zu müssen.

Dass in unserer Gesellschaft Menschen zu wenig haben, wenn sie genug einnehmen um ihren Lebensunterhalt entspannt zu bestreiten, ausgehen können und ihren Kindern die kleinen Extras wie Kino selbstverständlich ermöglichen, ist ein Phänomen unserer Gesellschaft. Es gibt Eltern, die haben das Gefühl, ihre Kinder werden in Armut groß, wenn sie nicht zwei mal pro Jahr in den Urlaub fliegen(!) können oder ihrem Nachwuchs kein komplettes Studium inklusiv Wohnung und Auto finanzieren können.

Mir drängt sich angesichts solcher Themen die Frage auf: Was stimmt hier nicht?

Früher ( war alles besser 😉 ) gab es ein paar wenige privilegierte Familien aus der Adelsklasse. Heute trifft sich die gehobene Mittelklasse im Golfclub. Alle darunter gehören zum „bedürftigen“ Teil der Gesellschaft. Denn die Kosten für ein Reihenhäuschen am Stadtrand, Familienauto, Schulbücher, Musikunterricht und Sportaktivitäten der Kinder müssen bestritten werden, Da ist Mallorca mit der Familie im Sommer und Holland im Herbst kaum noch drin. Und die Einnahmen sind dennoch zu hoch, um sich die Klassenfahrten vom Förderverein der Schule finanzieren zu lassen. Also muss ein Kredit her.

Willkommen im Teufelskreis des Mithaltens !

Hier möchte ich mich dem Thema widmen: Was macht uns eigentlich glücklich? Was fehlt uns wirklich, wenn wir nie genug haben? Und was passiert eigentlich, wenn ich bei dem Hype nicht mitmache?

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